Alicia abroad

mein Jahr in Schweden

24Januar
2019

Kiruna

Hej hej,

Ich habe letztes Wochenende eine unglaublich schöne Zeit gehabt in Kiruna, genauer gesagt in Alltajärvi. Und zwar war ich dort mit Marie und Alessia von Freitag bis Montag auf einer Huskyfarm. Wir haben in einem Wohnwagen im Garten einer unglaublich süßen Familie gewohnt.

 

Im Flugzeug

Unser Wohnwagen mit den Käfigen der Hunde nebenan

Das Haus von Per und Jenny

Ivar - Das 4 Monate alte Baby der Familie

Thor und ich

Hildur vorm Feuer

 

Am Freitag wurden wir von Per vom Flughafen abgeholt und es gab direkt ein kleines Vesper in Pers und Jennys Haus. Wir haben uns wirklich super mit den beiden verstanden. Danach haben wir zusammen mit Per noch die Hunde gefüttert. 13 Hunde und 3 Welpen gibt es auf der Farm.

Am Samstag haben wir noch vor dem Frühstück wieder zusammen mit Per die Huskys gefüttert und nach einem super Frühstück mit Waffeln, haben wir Jenny beim Hundescheiße aufsammeln und beim Zaun reparieren geholfen. Zusammen mit ihr sind wir dann auch Schneeschuhwandern und Skifahren gegangen. Das hat super viel Spaß gemacht und wir haben die wunderschöne Natur das erste Mal im Tageslicht gesehen.

 

Alessia und ich

Die wunderschöne Natur

 

Als wir wieder daheim waren, ist es dann auch schon wieder dunkel geworden, da zu dieser Jahreszeit oben im Norden die Sonne nur von ca 9 bis 14 Uhr draußen ist. Es wird aber jeden Tag heller. Dann sind wir nach dem Mittagessen und im Dunkeln zum Eishotel nach Jukkasjärvi gefahren worden. Das war wirklich auch super eindrucksvoll! Die haben einfach ein Hotel komplett aus Eis gebaut, das schmilzt dann halt im April wieder...Mittlerweile haben sie aber auch ein EIshotel356, das heißt, es bleibt das ganze Jahr über stehen. Das funktioniert mit einem Grundgerüst aus Steinen, die das innere kühlen. Was man als Tourist im Hotel betrachten kann, sind die Räume, die von verschiedenen Künstlern gestaltet wurden. Ich zeige euch mal meine Lieblingsräume:

 

Die Kapelle - hier wird geheiratet

Vorsicht - dünnes Eis

Alessia und ich

Marie und ich

 

Abends haben wir dann glaube ich echt einen High Score hingelegt, wie oft man sich an einem Abend an und ausziehen kann, so oft sind wir raus gegangen. Deeeeeennn...WIr haben Nordlichter gesehen! Wir dachten uns so: Jetzt hat sich die Reise gelohnt! Es war wirklich sehr schön anzusehen. Trotz allem muss ich ehrlich sagen, bin ich etwas enttäuscht. Auf den Bildern sehen die Lichter immer so unglaublich stark aus, sogar auf unseren Bildern. In echt waren sie aber tatsächlich ziemlich schwach und man brauchte viel Fantasie, um sich die weißen Streifen etwas grünlich vorzustellen. Also um ehrlich zu sein, finde ich da den Sonnenauf- und Untergang um einiges schöner. Aber jetzt habe ich das wenigstens auch gesehen.

 

Nordlichter

 

Am Sonntag Früh  sind wir dann spontan mit Jenny mitgefahren, sie hat uns in Kiruna rausgelassen und wir hatten eine halbe Stunde Zeit, um uns das Ministädtchen einmal anzusehen. Jeder sagt, es sei keine sehenswerte Stadt und tatsächlich haben alle Recht. Es war trotzdem schön, einmal ein kleines nordisches Städtchen zu sehen. Im Prinzip haben wir nur die Kirche angeschaut, aber die war wirklich schön gebaut, ganz aus Holz. Und tatsächlich - ein Gottesdienstbesucher ist in Skiern angefahren gekommen! Sonst gab es nichts zu sehen, denn sonntags hat  in Kiruna (anders wie in anderen schwedischen Städten) alles zu.

 

Kirche in Kiruna

neben der Kirche in Kiruna

 

Am letzten Nachmittag war das Highlight des Kurztrips: Die Schlittenhundefahrt. Es war eine unglaubliche Erfahrung, im Schlitten zu sitzen und auch selbst einmal fahren zu dürfen! WIr haben beim Hinrichten und beim wieder Aufräumen geholfen, was uns die Hintergründe gezeigt hat. Es ist eben doch nicht ganz so einfach, die Hunde im Zahm zu halten, wenn sie einfach nur rennen wollen. Es war unglaublich toll und hat super viel Spaß gemacht! Insgesamt waren wir fast 3 Stunden weg, wir haben den Sonnenuntergang gesehen und danach den Wald und die Natur im Mondschein. Nach dem Ausflug haben wir uns dann erstmal einige Zeit in der Sauna gegönnt, wo wir uns dann auch ganz traditionell mit einem Eimer und einem kleinen Becher geduscht haben. Das tut gut bei -25° Grad.

 

 

Am Montag sind wir dann nach dem Frühstück zum Flughafen gefahren worden. Der ist übrigens sehr schnuckelig! An der einen Sicherheitskontrolle, die es gibt, mussten wir gar nicht anstehen und das eine Gate, das es gibt, haben wir auch auf Anhieb gefunden.

 

Kiruna Airport

 

Als wir gut in Arlanda angekommen sind, sind Marie und ich noch eine Pizza essen gegangen, bevor ich wieder die Kinder abholen musste. 

Insgesamt war es wirklich ein wundervoller Trip mit ganz vielen neuen Eindrücken und noch viel mehr schönen Erinnerungen.

 

Ganz viele Grüße aus dem warmen (-8° Grad) Sigtuna,

Aliciasmile